20. Bonhoeffertag in Friedrichsbrunn: Die Familie Bonhoeffer im Grunewald – Eine Familie aus dem protestantischen Bildungsbürgertum

Hervorgehoben

Einladung zum 20.August 2017 nach Friedrichsbrunn/Ostharz

Am Sonntag, den 20. August 2017, findet der 20. Bonhoeffertag im Garten des Bonhoeffer-Hauses und in der Bonhoefferkirche in Friedrichsbrunn/Thale (Ostharz) statt. Hier besaß die Familie Karl und Paula Bonhoeffer von 1913 bis 1945 ein Ferienhaus, das der gesamten Familie sowie Freunden Erholung und im zweiten Weltkrieg einigen Familien Schutz vor Fliegerangriffen auf Berlin und Leipzig bot.

Das Programm des 20. Bonhoeffertages im Überblick:

11.00 Uhr Gottesdienst mit Propst Christoph Hackbeil, Stendal und dem

Posaunenchor des Kirchspiels Thale unter der Leitung von Christine Bick

bei trockenem Wetter im Garten des Bonhoeffer-Hauses

ab 12.00 Uhr Mittagessen, vorbereitet von Gabriela Zehnpfund und ihrem Team

ab 14.00 Uhr Vortrag in der Bonhoefferkirche

Dr. Cornelius Bormann, Erftstadt-Lechenich

Die Familie Bonhoeffer im Grunewald –

eine Familie aus dem protestantischen Bildungsbürgertum

ca. 15.30 Uhr Kaffe und Kuchen im Garten des Bonhoeffer-Hauses

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20. Juli 2017 – Erinnerung an den 20. Juli 1944

Heute vor 73 Jahren, am 20. Juli 1944, scheiterte der Versuch, Hitler beim berühmten Staufenberg-Attentat zu töten.

Jetzt erzählt Valerie Riedesel – Cäsar von Hofackers Enkelin – die Geschichte der Kinder der Attentäter. Darunter ihre Mutter, deren Tagebucheinträge bisher unveröffentlicht blieben. Ein packender Bericht über die Geschichte einer Familie, die in schweren Zeiten für ihren Glauben eingetreten ist. Hier geht’s zum Buch über die „Geisterkinder“.

Sendetermine Geisterkinder

20.7. um 18.45 Uhr auf NDR. DAS! erinnert gemeinsam mit Valerie Riedesel Freifrau zu Eisenbach an das Schicksal ihrer Familie und ihres Großvaters Caesar von Hofacker.

20.7. um 20.15 Uhr auf Bibel TV. Die Dokumentation zu „Geisterkinder“ und anschließend um 21.00 Uhr das Gespräch mit Autorin Valerie Riedesel.

20.7. um 22.05 Uhr auf MDR. artour – das Kulturmagazin des MDR: Die Kinder des 20. Juli.

Sendung verpasst? Nutzen Sie die Mediatheken der Sender!

„Ich könnte Dir stundenlang erzählen, auch von Dingen, die einem trotz allem neue Kraft und neuen Mut geben. Aber mein Mund muß verschlossen bleiben“, schreibt der deutsche Offizier Caesar von Hofacker an seine Frau am 26. Juni 1944 aus Paris. Weniger als einen Monat später, am 20. Juli 1944, zündet sein Vetter Claus Schenck Graf von Stauffenberg eine Bombe in Hitlers Führerhauptquartier. Caesar von Hofacker hat das Attentat von Paris aus maßgeblich mit geplant. Sogar Erwin Rommel versucht er für den Umsturz zu gewinnen. Dafür wird er wie alle anderen Widerstandskämpfer rund um Stauffenberg als Verschwörer hingerichtet. Zurück lässt er seine Frau Lotte und fünf Kinder. Für sie beginnt eine unermessliche Odyssee – Sippenhaft in Gefängnissen und versteckten Baracken in den Konzentrationslagern Stutthof, Buchenwald und Dachau. Die drei Jüngsten werden in ein Kinderheim in den Harz verschleppt. Niemand soll wissen, wer sie sind. Es sind die „Geisterkinder“.

In „Geisterkinder. Fünf Geschwister in Himmlers Sippenhaft“ erzählt Valerie Riedesel, die Enkelin Caesar von Hofackers, die historischen Ereignisse aus Sicht ihrer Familie – menschlich, berührend und echt. Sie greift dabei zurück auf einen einzigartigen Fundus unveröffentlichter Originaldokumente. In Briefen und Tagebüchern erwacht ein liebender Vater und Ehemann zu neuem Leben; eine Mutter und Ehefrau, die ihr Schicksal mit Haltung meistert; sowie sensible und mutige Töchter, die unerwartet früh erwachsen werden müssen. Sie alle sind Zeitzeugen, deren Geschichte „trotz allem neue Kraft und neuen Mut“ bewahrt hat. Glaube und Liebe sind stärker als Terror und Angst, raunt uns jede Zeile zu. Mit „Geisterkinder“ erinnert Valerie Riedesel an einen beeindruckenden, menschlichen Wertekompass, der uns in stürmischen Zeiten zu navigieren hilft.

Das Buch gibts im SCM Shop, hier finden Sie weitere Informationen.

Bonhoeffer in China

Ein Interview mit Yu Jie.

Yu Jie ist ein Freund des regimekritischen Friedensnobelpreisträgers von 2010, Liu Xiaobo.

Er selber wurde am 9.10.2010 unter Hausarrest gestellt. 

Einblicke in die aktuelle Situation der Christen in China – und warum Dietrich Bonhoeffers „Gemeinsames Leben“ gerade für sie relevant ist: http://www.plough.com/de/themen/glaube/nachfolge/bonhoeffer-in-china

 

Das Bonhoeffer-Haus braucht Ihre Spende

Wir brauchen Ihr Geld nicht. Jedenfalls nicht für uns.

Die Mitglieder des Träger- und Fördervereins „Bonhoeffer-Haus Friedrichsbrunn“ e. V. arbeiten ehrenamtlich. Sie treffen sich einmal im Jahr zur Mitgliederversammlung, entscheiden über Projekte, planen und beschließen den Haushalt.

Die Vorstandsmitglieder treffen sich mehrmals im Jahr und steuern das „Tagesgeschäft“.

Aber fürs Bonhoeffer-Haus brauchen wir auch Ihre Spende.

Das bezahlen wir davon:

  • das Gehalt des Öffentlichkeitsreferenten (Minijob),

  • die Miete der Räume,

  • die Aktualisierung der Ausstellung,

  • die Durchführung der Bonhoeffer-Tage usw.

Das bewirken wir damit:

  • Spontane Ausstellungsbesucher entdecken eine Familie im Widerstand gegen das Nazi-Regime.

  • Gemeindegruppen setzen sich mit dem Erbe der Bonhoeffers auseinander.

  • Ein Gedenkort bleibt erhalten.

Kontakt zum Schatzmeister:
Hartmut Bick, Telefon 03946-989052, bonhoeffer-haus@online.de

Jede Spende hilft.

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Lehrerfortbildung: „Wer bin ich?“ – Bonhoeffers Gefängnisgedicht

„Wer bin ich?“ – Bonhoeffers Gefängnisgedicht im Spiegel der Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern heute

Lehrerfortbildung, 21.08.2016, 11:00 – 15:30 Uhr

Tagungsort: Bonhoefferhaus Friedrichsbrunn, Waldstraße 7

„Wer bin ich?“, fragen sich die Spielerinnen und Spieler und versuchen herauszubekommen, welcher Name ihnen mit Klebeband auf die Stirn geschrieben steht. „Wer bin ich?“, fragen sich Schülerinnen und Schüler und versuchen zu verstehen, was sie einzigartig macht. „Bin ich das, was andere von mir sagen oder das, was ich selbst von mir weiß?“, fragt sich Dietrich Bonhoeffer im Gefängnis.

Open-Air-Gottesdienst, Aktionen auf der Bühne und Mit-mach-Angebote laden zur eigenen Auseinandersetzung mit der Frage ein. Frau Dr. Christina Lange präsentiert Kurzfilme, Audios, Gemälde und Installationen von Schülerinnen und Schülern aus einem Wettbewerb zu Bonhoeffers Frage nach der eigenen Identität.

Teilnehmerbeitrag: Spende. Selbstverpflegung (Imbiss, Café) möglich.

Teilnehmende: Unterrichtende, Sek I und II

Leitung: Franziska Kaus und Ruth Ziemer

Referenten: Dr. Christina Lange (Bremen) und Dr. Günter Ebbrecht (Einbeck)

Einladung zum 19. Bonhoeffertag in Friedrichsbrunn am 21. August 2016 ab 11.00 Uhr

In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag von Dietrich Bonhoeffer und seiner Zwillingsschwester Sabine zum 110. Mal. Immer wieder sind Menschen heute fasziniert von dem Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer. Wer ist er? Gerade junge Menschen, die Bonhoeffer in der Schule und andernorts begegnen, fragen so.

In einem Wettbewerb für Schulklassen hat die Internationale Bonhoeffergesellschaft vor einem Jahr Schülerinnern und Schüler um ihre Reaktionen auf Bonhoeffers Gedicht „Wer bin ich?“ gebeten. Zahlreiche Beiträge wurden eingereicht, vom Rap bis zu Gemälden.

Der 19. Bonhoeffertag Friedrichsbrunn 2016 greift die Ergebnisse dieses Wettbewerbs auf und stellt sich zum 110. Geburtstag Dietrich Bonhoeffers dem Thema:

„Wer bin ich?“ – Bonhoeffers Gefängnisgedicht
im Spiegel der Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern heute

Dr. Christina Lange, Mitorganisatorin des Schülerinnen- und Schülerwettbewerbs wird über die erstaunlichen und beachtlichen Ergebnisse berichten. Zusammen mit Mitgliedern des Vereins „Bonhoeffer-Haus Friedrichsbrunn“ und der Bonhoefferkirche in Friedrichsbrunn sollen sich Besucherinnen und Besucher des Bonhoeffertages mit den kreativen Antworten von Schulklassen auseinandersetzen und sich selber fragen: „Wer bin ich?“ Sie sollen Dietrich Bonhoeffer in seinem Gedicht „Wer bin ich?“ kennenlernen.

Er hat zusammen mit seinen Geschwistern viele freie Tage in Friedrichsbrunn erlebt. Dieser kleine Ort im Harz gehört zu einer Landschaft, die ihn – wie er aus dem Gefängnis schreibt – geprägt hat. Zu Bonhoeffers Selbstreflexion in seinem Gedicht „Wer bin ich?“ gehört auch die Erinnerung in einem seiner Briefe: „In meinen Phantasien lebe ich viel in der Natur, und zwar eigentlich im sommerlichen Mittelgebirge, das heißt in den Waldwiesen bei Friedrichsbrunn oder auf den Hängen, von denen aus man über Treseburg auf den Brocken sieht… Das Mittelgebirge ist für mich die Natur, die zu mir gehört – Harz, Thüringer Wald, Weserberge – beziehungsweise die mich gebildet hat“ (DBW 8,322).

Herzliche Einladung zum 19. Bonhoeffertag in Friedrichsbrunn ab 11.00 Uhr am 21. August 2016, dem 174. Geburtstag seiner geliebten Großmutter Julie Bonhoeffer. (Dr. Günter Ebbrecht)

Bonhoeffer als Vorbild — Vortrag zum 110. Geburtstag von Dietrich Bonhoeffer

Dietrich Bonhoeffer wurde am 4.2.1906 geboren und am 9.4.1945 im KZ Flossenbürg umgebracht. An seinen Freund Eberhard Bethge schrieb er am 30.4.1944 aus der Haft:

„Was mich unablässig bewegt, ist die Frage, was das Christentum oder auch wer Christus heute für uns eigentlich ist.“

Am 4. Februar 2016 jährte sich der Geburtstag von Dietrich Bonhoeffer zum 110. Mal.

Aus diesem Anlass hielt Dr. Günter Ebbrecht am 2.3.2016 in Einbeck einen Vortrag unter der Fragestellung: „Worin kann Dietrich Bonhoeffer Vorbild für uns heute sein?“ Darin stellt er Bonhoeffers Beiträge und Anregungen für Theologie und Kirche heute dar.

Diesen Vortrag können Sie hier als Word-Dokument (Dr. Günter Ebbrecht – 2016-03-02 Bonhoeffer als Vorbild) und hier als PDF-Datei (Dr. Günter Ebbrecht – 2016-03-02 Bonhoeffer als Vorbild) herunterladen.

Prof. Dr. Günter Ebbrecht ist Pfarrer im Ruhestand, war Leiter der Evangelischen Akademie Iserlohn und engagiert sich in der Internationalen Bonhoeffergesellschaft und im Träger- und Förderverein „Bonhoeffer-Haus Friedrichsbrunn“.

Weiße Tauben als Hoffnungszeichen

Der 18. Bonhoeffertag am 30. August 2015 in Friedrichsbrunn wurde eröffnet mit einem Gottesdienst unter der Leitung von Pastorin Franziska Kaus. Gut 100 Besucher freuten sich, dass dieser Gottesdienst bei strahlendem Sonnenschein im Garten des Café Bonhoffer stattfinden konnte. Sie kamen aus dem ganzen Pfarrsprengel, der Region und weit darüber hinaus. Der Posaunenchor Thale unter Leitung von Christine Bick begleitete den Gesang der Festgemeinde. Superintendentin Angelika Zädow predigte über das Gleichnis vom barmherzigen Samariter: Anderen Menschen ein Nächster zu werden und Barmherzigkeit zu üben gelte in diesen Tagen natürlich auch und ganz besonders im Blick auf die Menschen, die vor Krieg und Terror in ihrer Heimat auch nach Deutschland fliehen. Am Nachmittag referierte Dr. Ernst-Albert Scharffenorth aus Heidelberg vor einem großen Kreis Interessierter über „Die Familie Bonhoeffer im Nationalsozialismus. 1933 – Beginn der Entscheidungen“. Er legte dar, dass sowohl der Vater Karl als auch der Sohn Dietrich bereits 1933 um die Gefahren wussten, die von Hitlers Machtübernahme ausgingen. Sie hatten Hitlers Verhalten in den letzten Jahren der Weimarer Republik richtig gedeutet. Die Gespräche während der Pausen begleitete ein Musiker mit Improvisationen auf seinen Gitarren. Mit dem Reisesegen entließ Pfarrerin Kaus die Besucher des Bonhoeffertages, dabei ließ sie weiße Tauben fliegen, als Zeichen unserer Hoffnung auf Frieden. Der Träger- und Förderverein „Bonhoeffer-Haus Friedrichsbrunn“ freut sich über zwei neue Mitglieder.