20. Bonhoeffertag in Friedrichsbrunn: Die Familie Bonhoeffer im Grunewald – Eine Familie aus dem protestantischen Bildungsbürgertum

Hervorgehoben

Einladung zum 20.August 2017 nach Friedrichsbrunn/Ostharz

Am Sonntag, den 20. August 2017, findet der 20. Bonhoeffertag im Garten des Bonhoeffer-Hauses und in der Bonhoefferkirche in Friedrichsbrunn/Thale (Ostharz) statt. Hier besaß die Familie Karl und Paula Bonhoeffer von 1913 bis 1945 ein Ferienhaus, das der gesamten Familie sowie Freunden Erholung und im zweiten Weltkrieg einigen Familien Schutz vor Fliegerangriffen auf Berlin und Leipzig bot.

Das Programm des 20. Bonhoeffertages im Überblick:

11.00 Uhr Gottesdienst mit Propst Christoph Hackbeil, Stendal und dem

Posaunenchor des Kirchspiels Thale unter der Leitung von Christine Bick

bei trockenem Wetter im Garten des Bonhoeffer-Hauses

ab 12.00 Uhr Mittagessen, vorbereitet von Gabriela Zehnpfund und ihrem Team

ab 14.00 Uhr Vortrag in der Bonhoefferkirche

Dr. Cornelius Bormann, Erftstadt-Lechenich

Die Familie Bonhoeffer im Grunewald –

eine Familie aus dem protestantischen Bildungsbürgertum

ca. 15.30 Uhr Kaffe und Kuchen im Garten des Bonhoeffer-Hauses

Weiße Tauben als Hoffnungszeichen

Der 18. Bonhoeffertag am 30. August 2015 in Friedrichsbrunn wurde eröffnet mit einem Gottesdienst unter der Leitung von Pastorin Franziska Kaus. Gut 100 Besucher freuten sich, dass dieser Gottesdienst bei strahlendem Sonnenschein im Garten des Café Bonhoffer stattfinden konnte. Sie kamen aus dem ganzen Pfarrsprengel, der Region und weit darüber hinaus. Der Posaunenchor Thale unter Leitung von Christine Bick begleitete den Gesang der Festgemeinde. Superintendentin Angelika Zädow predigte über das Gleichnis vom barmherzigen Samariter: Anderen Menschen ein Nächster zu werden und Barmherzigkeit zu üben gelte in diesen Tagen natürlich auch und ganz besonders im Blick auf die Menschen, die vor Krieg und Terror in ihrer Heimat auch nach Deutschland fliehen. Am Nachmittag referierte Dr. Ernst-Albert Scharffenorth aus Heidelberg vor einem großen Kreis Interessierter über „Die Familie Bonhoeffer im Nationalsozialismus. 1933 – Beginn der Entscheidungen“. Er legte dar, dass sowohl der Vater Karl als auch der Sohn Dietrich bereits 1933 um die Gefahren wussten, die von Hitlers Machtübernahme ausgingen. Sie hatten Hitlers Verhalten in den letzten Jahren der Weimarer Republik richtig gedeutet. Die Gespräche während der Pausen begleitete ein Musiker mit Improvisationen auf seinen Gitarren. Mit dem Reisesegen entließ Pfarrerin Kaus die Besucher des Bonhoeffertages, dabei ließ sie weiße Tauben fliegen, als Zeichen unserer Hoffnung auf Frieden. Der Träger- und Förderverein „ Bonhoeffer-Haus Friedrichsbrunn“ freut sich über zwei neue Mitglieder.